“Das große ATARI ST Handbuch” aus dem Data Becker Verlag schrieb in der 3. Auflage von 1990 über die Atari ST Maus folgendes:
Wie funktioniert eine Maus?
Wenn Sie die Rollkugel aus der Maus herausnehmen, sehen Sie zwei kleine Stahlwalzen, die offensichtlich von der Kugel bewegt werden können (ein drittes Rad dient als Andruckrolle). Diese Walzen dienen dazu, die Bewegungen der Maus in alle vier Richtungen aufzunehmen. Der Tastaturprozessor überwacht diese Walzen und meldet die Bewegungen an den Hauptrechner weiter.
Die eben beschriebenen Walzen sind auf einer Achse mit Lochscheiben montiert, die sich an jeweils zwei Lichtschranken vorbeibewegen. Jede Drehung der Walzen (und damit der Lochscheiben) erzeugt eine Reihe von Unterbrechungen des Lichtstrahls. Der Tastaturprozessor zählt die dadurch entstehenden Impulse und erhält dadurch die zurückgelegte Strecke. Außerdem muß noch die Richtung der Bewegung ermittelt werden. Dies wird mit einem Trick erreicht. Wie erwähnt existieren für jede Lochscheibe zwei Lichtschranken. Diese sind so angeordnet, daß sie niemals gleichzeitig unterbrochen werden können. Aus der Abfolge der Unterbrechungen kann der Prozessor aber die Richtung der Bewegung erkennen.
Mit dieser verhältnismäßig einfachen Mechanik und Elektronik erziehlt die Atari Maus immerhin eine Auflösung von vier Schritten/mm. Bewegungsgeschwindigkeiten bis 250 mm/Sekunde werden noch korrekt erfasst. |