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Die Geschichte von Atari
Die frühen Jahre (1972 - 76)

Nolan Bushnell |
Die Firmengründung:
Am 27.Juni 1972 gründet Nolan Bushnell zusammen mit Ted
Dabney offiziell die Firma Atari. Das Startkapital beträgt 500
US$ (jeweils die Hälfte von Bushnell und Dabney). Eigentlich soll
die Firma den ungewöhnlichen Namen "Syzygy" bekommen.
Dieser ist aber schon an eine Dachdeckerfirma vergeben, so das die
beiden Firmengründer sich für den Namen "Atari" entscheiden.
Atari kommt aus dem japanischen und heißt übersetzt etwa "ich
werden gewinnen". Im Brettspiel GO (einem der Lieblingsspiele
Bushnells) hat das die Bedeutung von "Schach" beim Schachspiel. |
| Das Firmensymbol stellt übrigens einen stilisierten
Fujijama, den heiligen Berg Japans, dar. Daher auch der oft verwendete
Ausdruck "Fujilogo" für das Atari Symbol. |

der erfolgreiche Pong Automat |
Die ersten Schritte:
Das erste Automatenspiel Ataris war Pong,
gebaut von Al Alcorn. Nolan Bushnell versucht den fertigen Prototyp
von mehreren Firmen produzieren zu lassen, erhält aber nur Absagen.
So entschließt er sich letztendlich den Automaten selber herzustellen.
Einen ersten Testlauf startet er im Café eines Freundes, Andy
Capp's Tavern, in Sunnyvale. Schon nach wenigen Stunden ruft in sein
Freund an und sagt: Er solle den komischen Automaten abholen, Kunden
hätten sich darüber beschwert, das dieser nicht mehr funktionieren
würde. Also holt Bushnell den Automaten wieder ab und untersucht
ihn in seiner Werkstatt um den Fehler zu finden. Hier kommt er dem "Problem" relativ
schnell auf die Schliche. Der Automat ist nicht defekt, sondern lediglich
so sehr mit Geld überfüllt, das er den Dienst verweigert.
Durch diesen Erfolg bestärkt geht der Pong Automat in Serienproduktion. |
Innerhalb eines Jahres werden etwa 10.000 Exemplare
verkauft, was für damalige Verhältnisse ein unglaublicher
Erfolg war. Natürlich finden sich viele Nachahmer und 1973 werden
die Spielhallen mit einer Flut von Pong Clones gerade zu überschwemmt.
Ted Dabney sieht die wachsende Konkurrenz mit Sorge und verkauft schließlich
seinen Anteil der Firma an Nolan Bushnell. Eigentlich unbegründet,
denn Atari bleibt der umsatzstärkste Videospiele Hersteller und
macht 1973 etwa 3.2 Millionen US$ Gewinn.
Auf Grund des riesigen Erfolges von Pong erweitert Atari sein Angebot
an Videospiele Automaten: Titel wie Gotcha, Space Race, Double Pong
und Super Pong kommen in die Spielhallen.
Ein Jahr später, 1974, folgen weitere Automatenspiele am laufenden
Band. Etwa alle sechs Wochen ist ein Spiel soweit fertig, das die Gehäuse
gebaut werden können. Hilfskräfte in der Fertigungslinie,
verärgert über die geringe Bezahlung, stehlen fertige Spiele
Komponenten und verkaufen sie an die Konkurrenz. Unter den Atari Spielen
im Jahr 1974 waren z.B. Quadra Pong, das erste Multiplayer Videospiel
für max. vier Personen und das bekannte Tank. Tank wird von Kee
Games, einem Tochterunternehmen Ataris, entwickelt. Beide Firmen
fusionieren noch im selben Jahr. Joe Keenan (der Inhaber von Kee Games)
wird Präsident und Nolan Bushnell CEO (Chief Executive Officer
= Geschäftsführer) der "neuen", größeren
Firma Atari. |

Bushnell mit dem Home Pong Telespiel |
Das erste Telespiel:
Ein Angestellter Ataris, Harold Lee, macht den Vorschlag für
eine Heimversion von Pong, die einfach an den Fernseher angeschlossen
werden kann: Home Pong. - Die Konsole wird schließlich von Lee,
Alcorn und Robert Brown entwickelt.
1975 nimmt Atari Kontakt zu Tom Quinn, einem Einkäufer der Warenhauskette Sears
- Roebuck auf und zeigt ihm das fertige Home Pong System. Sears
kauft daraufhin 150.000 Geräte und vertreibt sie unter dem eigenem
Label Sears Tele-Games. Bis Weihnachten 1975 entwickelt sich
Home Pong zum bestverkauften Artikel im Sortiment von Sears. Der Name
Atari wird in den USA landesweit bekannt. Die Firma macht einen Jahresumsatz
von 40 Millionen US$ und einen Gewinn von 3 Millionen US$ |
| 1976 folgen weitere erfolgreiche Spielhallenhits
wie z.B. Le Mans, Night Driver und Breakout. Für letzteres Spiel
heuert Bushnell übrigens einen Programmierer namens Steve
Jobs an, der zusammen mit Steve Wozniak das Game in nur
5 Tagen fertig stellt. Wozniak erhielt dafür 350 US-Dollar und
Jobs 6650 US-Dollar -- das Startkapital für die Firma Apple welche
die beiden später gründen. |
Der Aufkauf durch Time Warner:
Atari wächst weiter und beginnt unter anderem auch mit
der Entwicklung von Flipperautomaten. Inzwischen zeigt Time Warner
Communications Interesse an der Firma und kauft sie schließlich
im Oktober 1976 für 28 Millionen US$. Das Kapital kommt Atari
sehr gelegen um die Fertigstellung der geplanten Heimkonsole (Codename
Stella - das spätere VCS System) zu finanzieren. Warner Communications
ist vom Stella Project offenbar so überzeugt, das sie 1977 weitere
100 Millionen US$ in die Entwicklung der Konsole investieren. Trotz
der Übernahme bleiben Joe Keenan und Nolan Bushnell weiterhin
Geschäftsführer. |
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