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Die Geschichte von Atari

Die Tramiel Ära (1984 - 96)


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Jack und Sam Tramiel
Jack Tramiel (links) mit seinem Sohn Sam
Ein neuer Boss:

1984 wird Atari umstrukturiert und verlegt die meisten Fertigungsstätten nach Übersee. CEO James Morgen läßt verlauten, das nur noch neue Produkte angekündigt werden, die auch innerhalb der nächsten drei Monaten geliefert werden können.
Im Januar feuert Commodore den Präsident und Gründer der Firma: Jack Tramiel.
Im Mai kündigt Atari die neue Spiele Konsole Atari 7800 zusammen mit Zubehör und Spielen an, eine Konsole für 140 US$. Im Juni kusieren Gerüchte, das Warner Communications die Firma Atari verkaufen möchte.
Im Juli veröffentlicht Atari seine Pläne zum Mindlink, ein "mind control" Zubehör für die VCS Konsole. Gleichzeitig wird die Atari 5200 Konsole eingestellt. Und noch etwas passiert in diesem Monat: Jack Tramiel, der ehemalige Commodore Gründer, kauft Atari am 2. Juli 1984 und benennt die Firma in Atari Corporation um. Die Tramiel Familie besitzt nun 51% der Atari Aktien; 25% verbleiben bei Warner Communication und weitere 24% sind in den Händen öffentlicher Aktionäre.
Ataris Arcade Abteilung, die sich mit der Herstellung von Videospiele Automaten beschäftigt, verbleibt bei Warner Communication und wird in Atari Games umbenannt. Jack Tramiel entläßt über tausend Atari Mitarbeiter, darunter den CEO James Morgan, und wird schließlich selbst zum CEO gewählt. Sein Sohn, Sam Tramiel, wird Präsident der Firma.


Atari HQ
das Atari Hauptquartier von 1984 bis 1996 in Sunnyvale, Californien

...und eine neue Firmenstrategie:

Nintendo of Japan sucht 1984 einen seriösen Partner in Amerika für die Vermarktung der Famicom Videospiele Konsole. Die Firma macht Atari das Angebot, die Konsole unter dem Atari Label zu vertreiben. Jack Tramiel lehnt aber ab, da das nicht in seine Pläne passt, Atari in eine Computerfirma umzuwandeln. Nintendo veröffentlicht schließlich selbst das Famicom 1985 unter dem Namen Nintendo Entertainment System (kurz: NES) und dominiert damit schnell den Heimvideospielemarkt.

Atari versucht das Amiga Heimcomputer System zu lizensieren aber Tramiels ehemalige Firma Commodore macht den Entwicklern (u.a. Jay Miner) ein besseres Angebot und bekommt letztendlich den Zuschlag. Atari lizensiert daraufhin das GEM Betriebssystem von Digital Equipment Corporation. Im November veröffentlicht die Firma Pläne, billigere 8-Bit Computer zu produzieren und mit neuen 16- und 32 Bit Heimcomputern gegen den IBM PC und Apple Macintosh zu konkurrieren. Über das Schicksal des VCS und der geplanten Atari 7800 Konsole wird nichts erwähnt.


Shiraz Shivji
Shiraz Shivji entwickelte mit seinem Team den Atari ST.
Die 16-Bitter kommen:

Auf der Winter CES 1985 präsentiert Atari erstmals einen Prototyp der geplanten 16-Bit Rechners 130 ST. Die Ausstattung mit einem Motorola MC68000 Prozessor (8 MHz Taktfrequenz), 128 kB RAM, einer grafischen Benutzeroberfläche mit Mausbedienung im ROM wie der Apple Macintosh sowie Farbgrafik Fähigkeiten versetzten die Messebesucher in Staunen.
Im April 1985 nimmt die Atari Corporation erstmals nicht an der Sommer CES in Las Vegas teil. Die 8-Bit Computer 600 XL und 800 XL werden durch die Modelle 65 XE (später auch als 800 XE bezeichnet) und 130 XE ersetzt.
Der 130 XE ist mit 128 kB RAM ausgestattet und soll als direkter Konkurrent zu Commodores C128 ins Rennen geschickt werden. Beide Rechner sind voll kompatibel zur XL Serie.
Im Sommer wird dann tatsächlich der erste Rechner der Atari ST Serie veröffentlicht. . Es handelt sich dabei aber nicht um den 130 ST sondern um den 520 ST mit 512 kB Arbeitsspeicher. Der Preis ist mit 599 US$ sensationell, da vergleichbare Systeme von Apple oder IBM deutlich mehr kostetet. Dem Rechner folgt eine Menge Perepherie wie z.B. Festplatten- und Diskettenlaufwerke sowie Drucker. Bemerkenswert ist auch der Monochrom Monitor SM124, den Atari für die Rechner der ST-Serie entwickelt hat. Mit seinem brillianten Bild und einer Bildwiederholfrequenz von 72 Hz stellt er alle anderen Monitore in den Schatten. Etwa zeitgleich mit dem ersten ST veröffentlicht Commodore den Amiga Rechner und liefert sich fortan ein "Kopf an Kopf" Rennen mit Atari um die Marktführung im Heimcomputerbereich.
Die finanzielle Situation der Firma zwingt Atari in diesem Jahr weitere Mitarbeiter zu entlassen. Die restlichen müssen Lohnkürzungen bis zu 20% hinnehmen.


Atari 7800
Die Atari 7800 Konsole mit Zubehör und einigen Spielen.
Neue Konsolen braucht das Land:

Im Januar 1986 zeigt Atari das Atari VCS, 7800 und die Heimcomputer auf der Winter CES in Las Vegas. Die Atari 7800 Konsole basiert auf einem Atari 800 Heimcomputer und wird schließlich im Juni mit drei Spielen veröffentlicht: Joust, Ms. Pac-Man und Asteroids deluxe. Drei weitere Module folgen kurz danach. Die Fertigstellung späterer Spiele verzögerte sich, was die Kritik und das Misstrauen gegenüber der neuen Konsole in der Öffentlichkeit wachsen läßt. Technisch gesehen ist das Gerät eine Kreuzung aus dem VCS und einem Atari 800.
Der 16-Bit Rechner Atari 520 ST ist so erfolgreich, das Atari 1986 ein verbessertes und leicht erweitertes Modell folgen läßt: den Atari 1040 ST. Er verfügt über 1 MB RAM, was für damalige Verhältnisse sehr viel ist. Atari baut seine Tochtergesellschaften in Übersee wieder auf, darunter auch in Raunheim (später in Schwalbach) in Deutschland mit Alwin Stumpf als Geschäftsführer.

Atari Raunheim
Ein Blick auf den Atari Sitz in Deutschland in Raunheim

XEGS komplett
Das XE Game System
Im Januar 1987 veröffentlicht Atari seine Pläne zum geplanten XE Game System (kurz: XEGS), eine Spiele Konsole auf Basis des Atari 65 XE Rechners. Im Juni werden mehr Spiele für die VCS Konsole angekündigt, die meisten davon sind aber Neuauflagen früherer Module von "third-party" Entwicklern. Viele Kritiker verurteilen dieses Vorgehen. Im Oktober erwirbt Atari Federated Electronics, eine Ladenkette von Elektronikgeschäften in Californien. Im November wird das XE Game System veröffentlicht. Kritiker werfen Atari vor, mit diesem System 5 - 6 Jahre alte Spiele und Hardware zu recyceln.
Atari PC1
Ein Atari PC1
Atari drängt in diesem Jahr mit dem Mega ST und eigenen Laserdruckern in den DTP Markt. Zum ersten mal ist ein komplettes DTP System für unter 3000 US$ zu haben. Mit dem PC1 (8088 CPU) wagt die Firma den Einstieg in den heiß umkämpften PC Markt.
Die Atari Corporation verkauft in diesem Jahr über 1.5 Millionen VCS, 7800 und XEGS Konsolen. Die Nachfrage nach den Rechnern der ST Serie ist so groß, das die Firma in Lieferschwierigkeiten kommt, da die Produktionskapazitäten nicht ausreichen. Man konzentriert sich deshalb verstärkt auf den europäischen Markt, u.a. auch deshalb, weil man hier weniger als Spiele Konsolenhersteller bekannt ist und man sich dadurch einen besseren Einstieg in den Computermarkt ausrechnet.


Neue Profigeräte kommen:

1988 werden drei neue Rechner angekündigt: der Atari TT, ein neues Highendgerät mit MC68030 Prozessor und MC68882 Coprozessor, die Atari Transputer Workstation (kurz: ATW) und der Stacy Laptop. Die ATW wird in England entwickelt und ist ein schneller, skalierbarer Computer mit MC68000 CPU (8 MHz) und einer T800-CPU (20 MHz) sowie Grafikauflösungen von 512x480 bei 16,7 Millionen Farben bis 1280x960 bei 16 Farben. Der Hauptspeicher kann bis max. 64 MB aufgerüstet werden. Als Betriebssystem kommt Helios zum Einsatz. Von der ATW werden etwa 250 Stück hergestellt und verkauft.
Atari PC5
ein Atari PC5
1988 erscheinen weitere PCs von Atari: PC2 (8088 CPU), PC3 (8088 CPU), PC4 (80286 CPU) und PC5 (80386 CPU). Die PCs werden nicht einfach aus Standardkomponenten hergestellt, sondern Atari baut die komplette Hardware selbst. Das hat auch den Vorteil, das die Peripheriegeräte der ST-Rechner wie z.B. Drucker, Festplatten und Diskettenlaufwerke, verwendet werden können. Der teurere Preis als die Konkurrenz und ein damit verbundener mäßiger Absatz der Geräte zwingt Atari einige Jahre später zur Einstellung der PC Produktion.
Im Juni 1988 wird die Meldung über die Unterzeichnung eines Vertrages zwischen Atari und Nolan Bushnell für die Entwicklung von Spielen für das Atari VCS veröffentlicht. 45 Titel sind für alle drei Konsolen geplant.
Am 12. Dezember verklagt Atari Games/Tengen die Firma Nintendo wegen der Vertragsklauseln für "Third-Party" Enwickler bei der Entwicklung von Spielen für das NES. Tengen verkündet außerdem, einen Weg gefunden zu haben, NES kompatible Spiele Module herstellen zu können, die Nintendos Schutztechnologien umgehen.


1989 führt die Atari Corporation einen neuen 250 Millionen US$ schweren "Anti Monopol" Prozess gegen Nintendo. Die Gerichte entscheiden aber zu Gunsten Nintendos. Auf der Atari Messe in Düsseldorf wird der Atari TT der Öffentlichkeit präsentiert, es vergeht aber ein weiteres Jahr, bis der Rechner letztendlich auf den Markt kommt. Mit dem 1040 STE wird ein weiterer Rechner der ST Reihe vorgestellt. Er verfügt gegenüber den älteren Modellen über 8-Bit Stereosound und erweiterte Grafikfähigkeiten.
Portfolio
Ein Atari Portfolio
Der Portfolio erblickt zu einem Preis von 400 US$ das Licht der Welt. Er ist ein fast vollwertiger PC im Westentaschenformat. (10x20x3 cm TxBxH) und besitzt mit DIP-OS 2.1.1 ein DOS komp. Betriebssystem. Als eingebaute Anwendungen stehen ein Adressbuch, ein Zeitplaner, ein Rechner, eine Textverarbeitung und ein Kalkulationsprogramm (komp. zu Lotus 1-2-3) zur Verfügung. Das verwendete LCD stellt 40x8 Zeichen dar (virtuell 80x25). Gespeichert werden die Daten auf eine eingebaute RAM Disk oder auf Speicherkarten.
Im Juni veröffentlichen Atari Games/Tengen und Nintendo gleichzeitig je eine Tetris Version für das NES. Jede Firma läßt verlautbaren, das sie die Rechte an dem Spiel hat. Die Gerichte entscheiden erneut zu Nintendos Gunsten und Tengen muß den Verkauf seiner Tetris Version stoppen.


Lynx
Der Lynx in der Urversion
Der Lynx wird geboren:

Die Firma Epyx entwickelt eine tragbare Videospiele Konsole, hat die dadurch entstehenden Kosten aber überschätzt und ist aus finanziellen Gründen letztendlich gezwungen, die Rechte an dem Projekt an Atari zu verkaufen.Übernommen werden auch die Entwickler R.J. Mical und David Needle.
Beide haben 1982 - 86 an der Enwicklung des Amiga mitgewirkt und stellen nun die Konsole fertig. Im Juni 1989 kündigt die Atari Corporation in der Öffentlichkeit die tragbare Videospiele Konsole mit Farbdisplay für 149 US$ an. Das Gerät bekommt später den Namen Lynx und der Verkaufspreis steigt auf 180 US$.
Im Oktober wird der Lynx dann tatsächlich in kleinen Mengen in New York und Los Angeles veröffentlicht.
Im November verkauft Atari wieder die Ladenkette Federated Electronics.
Wegen der geringen Stückzahlen des Lynx hat Atari dieses Jahr ein schlechtes Weihnachtsgeschäft und Nintendos Game Boy dominiert den Markt der tragbaren Spiele Konsolen.
Atari ist in diesem Jahr auf vielen Gebieten sehr aktiv. Die Leitung der Firma liegt in dieser Zeit bei Sam Tramiel. Für die Hardwareentwicklung ist Richard Miller verantwortlich, einer der Entwickler der ATW. Leonard Tramiel leitet die Entwicklung des TOS Betriebssystems und Henry Plummer die Unix Abteilung. Die Spieleentwicklung liegt in den Händen von John Skruch.
Lynx 2
Der Lynx 2 ist kleiner und leichter
Im März 1990 wird der Lynx landesweit mit 5 Spielen veröffentlicht. Zu dieser Zeit bricht der Kampf um Marktanteile zwischen Nintendos Game Boy und NECs TurboExpress aus. Auf der CeBit 1990 zeigt Atari erstmals ein Unix Betriebssystem auf dem TT. Sechs Monate später wird der TT auch endlich ausgeliefert. Im Januar 1991 verkündet Atari einen Vertrag mit Flight Video, welcher Passagieren in Flugzeugen erlauben soll, die Lynx Konsole wärend des Fluges zu mieten.
Im April wird der Preis des Lynx auf 149 US$ reduziert. Außerdem wird ein überarbeitetes Lynx Model angekündigt. Erste Gerüchte einer neuen, 32-Bit Spiele Konsole (Codenamen Panther) von Atari machen die Runde.
Im Mai bestätigt Atari die Existenz des Panther, zeigt die Konsole aber nicht auf der Sommer CES '91 in Las Vegas. Atari Games/Tengen wird durch eine vorläufige richterliche Verfügung angwiesen, den Verkauf von NES kompatiblem Spielen zu unterlassen.
Im Juni teilt Atari der Öffentlichkeit mit, das das Panther Projekt gestoppt wurde und statt dessen die Entwicklung einer 64-Bit Konsole mit Namen Jaguar fortgesetzt wird.
Tracy Hall
Tracy Hall ist der Designer des ST-Book. Hier zu sehen mit dem "Block of Wood", wie der interne Spitzname des Prototyps war
Im Juli veröffentlicht Atari die schmalere und leichtere Variante der Lynx Konsole: den Lynx II und teilt mit, das sich die Verkaufszahlen des Lynx gegenüber dem Vorjahr verdoppelt haben.
Auf der CeBit 1991 stellt Atari zwei weitere Geräte vor: Zum einen das ST-Book und zum anderen das STPad. Letzteres kommt leider nie über den Prototyp Status hinaus. Das ST-Book dagegen wird in sehr geringen Stückzahlen (man spricht von etwa 1000 bis 1200 Stück) nur in Europa verkauft.
In diesem Jahr wird auch der erfolgreiche Mega ST durch den Mega STE abgelöst, welcher die verbesserten Sound- und Grafikfähigkeiten des 1040 STE geerbt hat und eine neue TOS Version sowie eine schnellere CPU besitzt.


Der Falcon und der Jaguar:

1992 veröffentlicht Atari den lang erwarteten Falcon 030, einen Multimedia Rechner für den Heimbereich . Es soll der letzte Rechner der Firma Atari sein. Wenige Monate später werden sämtliche Aktivitäten im Computermarkt eingestellt und alle Ressourcen auf die Entwicklung der Jaguar Konsole konzentriert.

Im Februar 1992 verklagt die Atari Corporation erneut Nintendo wegen 160 Millionen US$ Verlust duch monopolistisch Praktiken und verweist dabei auf den 80% Marktanteil, den Nintendo in den Jahren 1986 - 1990 erreichte. Das verantwortliche Gericht entscheidet erneut zu Gunsten Nintendos und die Klage wird abgewiesen.
Jaguar
Der Atari Jaguar mit CD-ROM Laufwerk. Zur Konsole gehört ein Joypad mit 17 Tasten + Steuerkreuz
Im Dezember kündig Atari den Jaguar für Mitte des Jahres 1993 an, eine 64-Bit Konsole welches die Spiele über Module lädt. Der angepeilte Verkaufspreis liegt bei 150 US$. Im Sommer 1993 schließt die Firma einen 500 Millionen US$ schweren Vertrag mit der Firma IBM, die die Herstellung des Jaguar übernehmen soll. Im August wird die neue Konsole in einer weltweiten Pressekonferenz vorgestellt und gleichzeitig verspricht man den Verkaufsstart mit 50.000 Stück in New York, San Francisco, Paris und London im Oktober. Weltweit soll der Jaguar 1994 verfügbar sein. Der Verkaufspreis ist inzwischen allerdings auf 250 US$ angestiegen. Die technischen Daten können sich sehen lassen: 2 MB Hauptspeicher, 64-Bit Systembus (106.4 MB/s), Grafikauflösungen bis zu 768x756 in True Color, 32-Bit DSP und 64-Bit RISC GPU sowie 64-Bit Blitterchip machen die Konsole zu einem Hightech Spielzeug. Bekannte Spiele für den Jaguar sind z.B. Rayman, Alien vs. Predator, Iron Soldier, Tempest 2000.
Im Oktober wird der Jaguar tatsächlich in geringen Stückzahlen ausgeliefert. Alle Exemplare sind sehr schnell verkauft. Kritiker bezweifeln aber, das Atari den entsprechenden Support für die Konsole leisten kann.
In diesem Jahr verklagt die Atari Corporation die Firma Sega wegen Verletzung diverser Patentrechte.

Im April 1994 bereinigen Atari Games/Tengen und Nintendo endlich ihre Rechtsstreitigkeiten und Tengen wird wieder als Lizenznehmer von Nintendo zugelassen.
Warner Communication und Time Life Inc. verschmelzen zu Time-Warner. Atari Games wird in Time-Warner Interactive eingegliedert.
Time-Warner Interactive verkündet Pläne, die Jaguar Technologie in Arcade Automaten einzusetzen. Das erste "CoJag" Spiel soll evtl. Area 51 werden.
Die Atari Corporation veröffentlicht Tempest 2000 für die Jaguar Konsole. Das Spiel wird sehr schnell ein Bestseller und verkauft sich über 350.000 mal.
Ein schwarzes Jahr wird es 1994 für den Lynx. Der Support für das Gerät wird eingestellt.
Am 28. September beenden die Atari Corporation und Sega ihren Rechtsstreit. Sega zahlt 50 Millionen US$ an Atari für diverse Patentrechte und kauft gleichzeitig 4.5 Millionen Atari Aktien im Wert von 40 Millionen US$.
Headset
das Jaguar VR Headset auf der E3 1995
Die Mitarbeiteranzahl ist 1995 auf etwa 120 geschrumpft. Trotzdem arbeitet man an neuen Projekten. Im März 1995 wird der Preis des Jaguar auf 159 US$ gesenkt. Im Mai verkündet Atari auf der Electronics Entertainment Expo (kurz: E3) die Zusammenarbeit mit der Firma Virtuality Systems und enthüllt als Ergebnis des Joint Ventures das Jaguar VR Headset, ein komplexes 3D Controller System, bestehend aus einem Helm, einer Empfangseinheit und ein oder mehreren Joypad/Joysticks. Als Preis strebt man für die aufwendige Hardware 300 US$ an, was einer kleinen Sensation gleich kommt. Der Verkaufsstart ist für Anfang 1996 geplant, findet aber leider nie statt. Das einzige Spiel, das die VR Headset Hardware unterstützt, ist Missile Command 3D.


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